Häufig gestellte Fragen rund um die Savannah
(FAQ)

 

1. Wo liegt der Unterschied zwischen den einzelnen Generationen (F1 - F6)?


Die Zahl hinter dem F bezeichnet die Generation der Savannah hinter dem Serval. Je kleiner die Zahl hinter dem F, desto höher der Anteil der Servalgene in der Savannah.


F1 =  1. Generation hinter dem Serval (Vater ist ein    Serval).


F3 =  3. Generation hinter dem Serval (der Urgrossvater war ein Serval)


F6 = 6. Generation hinterm Serval (fünf Generationen zuvor steht noch der Serval im Stammbaum)

 

 

2. Was bedeuten die Buchstaben A, B, C, SBT hinter der Generationenangabe (F)?


Mit A, B, C, SBT bezeichnet man den Reinheitsgrad der Savannahverpaarungen.


A :   Mutter ist eine Savannah
B :   Beide Eltern sind Savannahs gewesen
C :   Grosseltern waren auch schon Savannahs


Savannahs mit den Bezeichnungen A - C gelten noch als Hybridkatzen.


SBT = Von nun an handelt es sich nicht mehr um Hybridkatzen, sondern um “echte”                            Rassekatzen, denn es wurde bereits seit mind. drei Generationen ausschliesslich Savannah mit Savannah verpaart.

 

3. Wie gross wird eine Savannah?


Da es die Savannah noch nicht so lange gibt und früher noch outcrossverpaart wurde, kann man nicht einheitlich sagen, wie gross ein Kitten einmal werden wird. Als Faustregel könnte man hier angeben, dass je kleiner die Zahl hinter dem F ist, so grösser später das Kitten wird. Aber auch der Reinheitsgrad der Verpaarungen spielt hierbei eine Rolle, denn um so reiner die Verpaarungen im Stammbaum (C, SBT), desto höher der Servalanteil im Kitten.
So kann beispielsweise ein F5 SBT - Kater ebenso gross und schwer werden, wie ein Kater von zwar höherer Generation, aber niedrigerem Reinheitsgrad (A, B). 
Durchschnittlich können wir sagen, dass sich unsere F4 - F6 - Kitten zwischen 6kg - 9kg (Katerchen) und 4kg - 6,5kg (Kätzinnen) eingependelt haben.
Garantien über spätere Grösse und Gewicht eines Kittens kann man als seriöser Züchter aber nicht geben.

 

 

4. Ist eine Savannah eine gefährliche Raubkatze?


NEIN. Auch wenn eine typvolle Savannah ihrem Vorbild - dem Serval - optisch sehr ähnelt, kann man sie nicht als gefährliche Raubkatze bezeichnen! Ein gut sozialisiertes Savannahkitten wird ein liebevolles und sehr menschenbezogenes Familienmitglied, welches neugierig seine neue Umgebung erkundet und schnell Freundschaft mit Kindern  oder anderen Artgenossen schliesst. Ausschlaggebend hierfür sind die ersten 12 Lebenswochen eines Kitten, in denen ein gewissenhafter Züchter viel Zeit in den Sozialisierungsprozess investiert. Lernt ein Kitten in dieser Lebensphase nicht, wie schön das Kuscheln und Spielen mit Menschen ist, wird es für die künftigen Dosenöffner sehr schwierig, diesen Fehler wieder auszubügeln.

 

 

5. “Frisst” eine Savannah meinen Dackel oder meine Perserkatze?


Auch wenn man jetzt schmunzeln mag, wurde diese Frage schon häufiger von Interessenten gestellt. Auch hier können wir ruhigen Gewissens NEIN sagen. Wie gesagt, eine Savannah ist eine  sehr soziale Katze, die zwar aussieht, wie ein Raubtier, aber sie erlegt keine Artgenossen oder kleine Hunde.

 

 

6. Kann ich eine Savannah mit jeder anderen Katze vergesellschaften?


Im Grunde kann man das durchaus, aber man sollte schon darauf achten, als Spielgefährten für eine Savannah eine beinahe ebenso agile Rasse auszuwählen. So kam es schon vor, dass eine Vergesellschaftung mit einer doch recht ruhigen Art wie einer Perser zu Problemen führte. Eine Savannah will viel spielen und toben, fordert seinen Spielgefährten auch immer wieder dazu auf und gibt nur selten Ruhe, wenn der aufgeforderte gerade nicht herumjagen möchte. Wer also bereits eine recht ruhige Rasse zu Hause hat, sollte sich dann schon für zwei Savannahs entscheiden, um keine Probleme im Zusammenleben zu riskieren.

 

 

7. Gibt es bei der Ernährung einer Savannah unterschiede zu anderen Katzenrassen?


Nein. Grundsätzlich sollte man auf eine hochwertige und ausgewogene Ernährung mit einem Fleischanteil von mindestens 60 % achten. Ebenso haben Zucker, Kartoffeln, Reis, Nudeln, Soja und Co. nichts im Futter einer Katze zu suchen. Eine Katze ist ein Fleischfresser (Carnivore) unhd sollote entsprechend ernährt werden.

 

 

8. Gibt es artenschutzrechtliche Haltungsbedingungen für Savannahkatzen?


Ja, aber diese variieren von Bundesland zu Bundesland. Grundsätzlich lässt sich festhalten, dass alle Hybridkatzen der 1. - 4. Generation (F1 - F4) der Meldepflicht unterliegen (ähnlich wie bei div. Schlangen und Reptilien). Bundesweit gibt es ausserdem eine Freigehegepflicht für diese Generationen. Hier müssen Savannahkatzen der Generationen F1 - F4 (paarweise) Zugang zu einem 18qm beheiztem Innenraum, sowie 18qm gesichertem (oben und unten geschlossen) Freigehege haben. In manchen Bundesländern wurden die Gehegemaße bereits auf 50qm angepasst. Andere fordern nur für die ersten zwei Generationen ein Freigehege.
Bei Savannahs ab der 5. Generation (F5) entfallen sämtliche artenschutzrechtlichen Bestimmungen.
Vor dem Kauf einer Savannah sollte also jeder Interessent bei seiner zuständigen unteren Artenschutzbehörde und dem Veterinäramt nachfragen, welche Haltungsbestimmungen es in seinem Wohnbezirk bezüglich der Savannahhaltung gibt. Da die Savannah in Deutschland noch nicht so verbreitet ist, muss man hierbei damit rechnen, dass viele zuständige Behörden die Savannah noch nicht kennen und sich erst einmal mit der Materie auseinandersetzen müssen.

 

 

9. Katze oder Kater?


Diese Frage kann man eigentlich nur individuell beantworten, aber wir versuchen einmal, an dieser Stelle ein paar Entscheidungshilfen zu geben. Katerchen sind in der Regel etwas ruhiger, als Kätzinnen, suchen öfter den Kontakt zum Menschen und reagieren oftmals etwas
gelassener.

Kätzinnen sind schon eher als hoheitsvoller zu bezeichnen, sie inspizieren fremde Situationen erstmals von einer sicheren Entfernung aus, begutachten sie und entscheiden dann, wie sie weiter vorgehen wollen. Sie sind etwas eigenständiger und manchmal auch sturer, als Katerchen und wollen mehr umworben werden.

Generell lässt sich aber sagen, dass eine Savannah unabhängig vom Geschlecht erst einmal zurückhaltend und vorsichtig reagiert, aber schnell lernt, neue Begebenheiten zu bewerten.
Des Weiteren liegt der unterschied zwischen Katze und Kater in der Grösse und Statur. Kater werden deutlich grösser als Katzen, wirken imposanter und “stampfen” eher, als dass sie laufen. Kätzinnen geben sich filigraner, leichtfüssiger und insgesamt erhabener. Trotz allem sind auch sie als sehr verschmust und anhänglich zu bezeichnen.

 

 

10. Katze-Katze, Kater-Kater, oder Katze-Kater?


Generell lässt sich sagen, dass gleichgeschlechtliche Vergesellschaftugen die harmonischsten sind. Aber neben dem gleichen Geschlecht kommt es auch auf ein ähnliches Alter und vor allem auf einen ähnlichen Charakter an. Kater spielen körperbetonter, als Katzen, raufen mehr und sind gröber im Spiel, während Katzen eher Jagd- und Beutespiele bevorzugen. Da kann es also bei dem falschen Spielgefährten schon zu Problemen kommen.

 

 

11. Wie kann man Probleme bei der Gewöhnung mit Artgenossen umgehen?


Normalerweise dauert die Gewöhnungsphase bei Neuzugängen 1 - 3 Wochen, kann aber variieren. Grundsätzlich sollte man seinen Tieren genügend Platz bieten, um sich ggf. auch aus dem Weg gehen zu können. Auch der Zeitfaktor spielt hierbei eine Rolle. So hat sich gezeigt, dass es in Einzelfällen bis zu ein paar Monaten dauern kann, bis eine ältere Savannahkatze eine neue junge Savannahkatze in ihrer Umgebung akzeptiert. Revierstreitigkeiten gehen dabei oftmals mit Geknurre, Gefauche und kleinen Attacken einher, enden auch manchmal in kleineren Raufereien, aber in der Regel eher unblutig. Es hat sich als hilfreich gezeigt, solche Situationen zu ignorieren, denn oftmals geht es bei den Rangeleien auch eher darum, Herrchen oder Frauchen auf seine Seite ziehen und Aufmerksamkeit erregen zu wollen (Eifersucht). Wenn aber die Leckerchen hervorgeholt oder die Spielzeuge (Angel, Wedel) ausgepackt werden, sind sie sich dann plötzlich wieder alle einig...

 

 

12. Worauf ist beim Kauf einer Savannah noch zu achten?


Bevor man sich für einen Züchter entscheidet, sollte man ihn genauestens auf Herz und Nieren prüfen:
Wie hält er seine Tiere? Wie wachsen dort die Kitten auf? Weden sie mit andern Artgenossen sozialisiert? Sind die Kitten bei Abgabe mehrfach entwurmt, vollständig geimpft und selbstverständlich auch gechipt worden? Werden die Kitten mit oder ohne Papiere (Stammbaum) angeboten? Kann man bei Interesse an einem Jungtier dieses vor der Übergabe auch mal besuchen? Wo soll die Kittenübergabe stattfinden (Vorsicht bei reinen Parkplatzübergaben)? Lässt der Züchter  auch ein Gesundheitsattest vom Tierarzt ausstellen? Werden die Elterntiere regelmässig geimpft und entwurmt und auf rassetypische Erkrankungen untersucht?
Jeder künftige Savannahbesitzer sollte sich genauestens von dem Züchter seiner Wahl darüber informieren lassen und sich auch telefonisch ein Bild von ihm machen. Zögert der Züchter bei seinen Angaben, oder verweigert sogar die Aussage über seine Savannahhaltung, ist Vorsicht geboten. Wir finden es auch bedenklich, Kitten ohne Papiere abgeben zu wollen, denn es gibt leider viele schwarze Schafe unter den Savannahzüchtern, die beispielsweise outcross
verpaaren, aber ihre Kitten als reinrassig anbieten. Preise von 300,-€ bis 800,-€ sind meistens schon ein Indiez dafür, dass bei dem angebotenen Kitten irgend etwas im Argen liegt.
Eine Kittenübergabe sollte im Regelfall beim Züchter erfolgen, wo der Kaufinteressent sich nochmals einen Überblick über die dortigen Begebenheiten verschaffen kann. Im Einzelfall kann auch vereinbart werden, dass der Züchter einem das Kitten nach Hause bringt (gegen Fahrtkostenauslage). Hier sollte aber wenigstens im Vorfeld schon mal eine Begehung beim Züchter erfolgt sein. Nur in absoluten Ausnahmefällen (Züchter und Käufer wohnen extrem weit auseinander) sollte man sich darauf einlassen, das Kitten auf einer Autobahnraststelle übergeben zu bekommen, da man hier nur schwer den Gesundheitszustand eines Kittens bei Abgabe überprüfen kann. Bei einem Züchter, der seine Kitten nur auf Raststätten übergeben, oder diese stets zu einem nach Hause bringen möchte, sollte einem der gesunde Menschenverstand sagen, dass hier etwas nicht stimmen kann. Agiert er etwa nur als Zwischenhändler (vom Schwarzmarkt billig bezogene und ggf. auch kranke Tiere), oder hat er ernsthaft kranke Tiere im Bestand?

 

 

13. Was kostet eine Savannah?


Die Anschaffungskosten einer Savannah variieren hinsichtlich der Generation, dem Verpaarungsreinheitsgrad, des Geschlechts, der Zeichnung und dem Haltungszweck zwischen 1200,-€ und 17.000,-€.

 

 

F1 ca. 10.000,-€ - 17.000,-€

F2 ca.   5.000,-€ -   8.000,-€

F3 ca.    3000,-€ -   4000,-€

F4 ca.    2500,-€ -   3500,-€

F5 ca.    1500,-€ -   3000,-€

F6 ca.    1200,-€ -   2500,-€

Arishi-Savannahs

 

Kerstin Gedack

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